Betriebssysteme
  • Registrieren

Betriebssystem: Raspbian

Linux bietet eine sehr intelligente Nutzerverwaltung. Damit wird gewährleistet, dass nicht jeder Nutzer alles darf. Um etwas nutzen zu dürfen muss er bestimmten Gruppen zugeordnet sein. Dies betrifft sowohl die Nutzung von Hardware als auch den Umgang mit Dateien. So kann z.B. ein Nutzer der nicht in der Gruppe i2c ist, den i2c-Bus nicht benutzen oder ein Nutzer, der nicht in der samba-Gruppe ist, hat keinen Zugriff auf die Netzwerkfreigaben. Wie man Benutzer und Gruppen erstellt und verwaltet erfahrt Ihr bald in einem weiteren Beitrag im Beitrag "Benutzer, Gruppen und Rechte". Es gibt, wenn nichts anderes eingestellt ist, nur einen herausgehobenen Nutzer, der wirklich alles darf und kann. Das ist der so genannte Superuser root, der sich natürlich in der Gruppe root befindet. Der Nutzer root hat in den Standardimages von Raspbian kein Passwort, man kann sich also nicht als root anmelden. Auch dass ist gut, weil man als root auch unabsichtlich eine Menge Unsinn veranstalten kann, da man auf alles Zugriff hat.

Nun benötigen wir aber, um bestimmte Einstellungen vorzunehmen Berechtigungen, die eigentlich nur root hat. Jedesmal den Benutzer zu wechseln wäre zu aufwändig. Deshalb gibt es sudo, abgeleitet von substitute user (ersetze / wechsle Nutzer, su ist ein Linux-Programm, mit dem man leicht mit dem gerade angemeldeten Benutzer zu Benutzerrechten anderer Nutzer wechseln kann) do, übersetzen wir es mal als "tu es als Superuser". Natürlich gibt es auch dafür eine Konfigurationsdatei, die sudoers. In der wird festgelegt, was man als Nutzer mit sudo alles anstellen kann. Eine Grundeinstellung in Raspbian ist, dass man als Nutzer sudo benutzen darf, alle Rechte von root hat und dazu kein Passwort für root benötigt. Also ab sofort nutzen wir, wenn wir irgendwas machen müssen, wozu wir root-Rechte benötigen sudo vor dem jeweiligen Kommando.

 

In folgenden Beispielen sind wir als Nutzer pi angemeldet: 

Beispiel: Das Updaten der Installationsquellen von Linux 

sudo apt-get update 

Beispiel: Das Upgraden des Systems

sudo apt-get upgrade

Beispiel: Update und Upgrade in einer Zeile

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Beispiel: Aufruf des Konigurationsprogramms für den Rasberry Pi

sudo raspi-config

Beispiel: USB-Geräte auflisten

sudo lsusb

 

Für die grafische Oberfläche gibt es eine Entsprechung. Geht man auch Start -> Ausführen kann man in das Fenster gksudo vor das zu startende Programm setzen. Mit gksudo pcmanfm öffnet man z.B. den grafischen Dateimanager.

Kommentare   

0 #1 Gregor Reucher 2015-10-09 23:21
Zwei Dinge könnte man hier noch nachtragen:
Damit das oben beschriebene funktioniert muss der angemeldete Benutzer, z.b. "franzgans" Mitglied der Gruppe "sudo" sein.
Der Benutzer "pi" ist es per default, bei weiteren Benutzern muss man selbst darauf achten...

Wenn man weiss, dass man große Dinge in der Shell unternehmen, also schon permanent als "root" unterwegs sein will, kann man sich auch Tipperei sparen und mit "sudo bash" eine Shell aufrufen, in der man sich das Voranstellen des sudo sparen kann.
Zitieren

Warenkorb

0 Produkte - 0,00 EUR
Zum Warenkorb

Neue Produkte

3D Druck Gehäuse NanoPi NEO AIR (Artikelnummer: GEHNANOPINEOAIR)
5,50 EUR
3D Druck Gehäuse NanoPi NEO (Artikelnummer: GEHNANOPINEO)
4,50 EUR
NanoHat Proto (Artikelnummer: NANOHATPROTO)
7,45 EUR
NanoHat PCM5102A (Artikelnummer: NANOHATPCM)
10,99 EUR
NanoPi NEO Air inkl. Kühlkörper (Artikelnummer: nanopiair)
28,95 EUR